Aktuelle Infos

Stellungnahme der Gemeinde Bönebüttel
Die Gemeinde Bönebüttel hat für ihre Stellungnahme Gutachter beauftragt. Von diesen wird die "deutliche Mißachtung der grundrechtliche garantierten Gleichbehandlung für Bewohner der Außenbereiche" kritisiert, und für diese einen Abstand von mindestens 800 m gefordert. Die Planungen werden ausserdem wegen der DWD-Wetterstation, landwirschaftlicher Freiräume und Biotopverbunde, der Belastung durch die B430, große Fledermausvorkommen und Beeinträchtigung geschützter Großvogelarten sehr kritisch gesehen.
Das einzige Versäumnis der beauftragten Gutachter ist mit ihrer Berurteilung an den Gemeindegrenzen aufzuhören. Dadurch wird die Umzingelung durch geplante Windparks, wie sie im Bereich Husberger Moor und Griesenbötel stattfindet, nicht in berücksichtigt.
Hier die vollständige Stellungnahme der Gemeinde Bönebüttel

Protestaktion im Husberger Moor und Griesenbötel
An der B430 sind in 4 km Länge Transparente aufgestellt, woran sich die meisten Anwohner beteiligen.
Protest Protest Protest Protest Protest Protest Protest Protest

31.12.2018: Transparente zeigen Wirkung
5 unserer Transparente wurden von mehren Personen abgeschraubt, die offensichtlich persönlich betroffen sind, und ein gestörtes Verhältnis zur Meinungsfreiheit und zum Eigentum anderer Menschen haben.
Die Diebstähle sind bei der Polizei angezeigt, und falls sie sich wiederholen sollten, werden wir gespannt sein, wer dabei in den Wildkameras zu sehen sein wird.
Protest   Protest

Protest  Protest

Protest  Protest
Diese Transparente wurden gestohlen

14.1.2019: Ortstermin mit dem Kreistagsabgeordneten Klaus Blöcker
Klaus Blöcker von der KWG Plön hat vor Ort Augenschein von den Ausmassen der geplanten Windparks und ihrer direkten Nähe zu Siedlungen genommen. Er, wie auch der ebenfalls anwesende Bürgermeister Meck, äusserten sich ablehnend gegenüber den geplanten Windparks im Umfeld von Bönebüttel.

15.1.2019: Ministerium plant wegen vieler Einwände einen dritten Entwurf
5200 Einwände gegen die Windenergiepläne zeigen Wirkung. Statt auf die Einwände im Detail einzugehen, will die Landesregierung jetzt einen komplett neuen dritten Planungsentwurf bis Ende des Jahres vorlegen. An den Vorgaben bezüglich der Mindestabstände und der geplanten Energiewerte soll sich aber nichts ändern.


Ab Februar 2019: Lobbyarbeit der Windpark Projektfirma
Obwohl es noch überhaupt keinen Entwurf der Landesregierung für neue Windparks gibt, betreibt die in Kiel ansässige Projektfirma intensive Lobbyarbeit bei der Gemeinde Bönebüttel.
Man versucht die Gemeinde dadurch einzufangen, indem ihr angeboten wird selber in die Projektgesellschaft einzutreten.
Darauf dürfte sich die Gemeinde eigentlich nicht einlassen, denn das von ihr in Auftrag gegebene Gutachten lehnt die geplanten Windparks aus mehreren Gründen ab. (siehe oben).
In einer Mitteilung zeigt sich die Projektfirma trotzdem "erfreut" darüber, dass "eine kritische Ablehnung des Vorhabens sowohl in der (Gemeiderats)Sitzung als auch in nachfolgenden Telefonaten nicht festgestellt und bestätigt werden konnte". Man "geht davon aus, dass die Gemeinde (Bönebüttel) das Vorhaben konstruktiv begleiten" und sich "dem Vorhaben nicht entgegenstellen" wird.

Im Holsteiner Courier vom 8. Februar war zu lesen, dass die Gemeindevertretung "zügig Gespäche mit den planenden Grundeigentümern und den betroffenen Anwohnern" durchführen will.
Mit den Planern scheint man mittlerweile schon intensiv zusammengekommen zu sein, mit uns betroffenen Anwohnern gab es allerdings noch gar kein Gespräch.
Die Gemeinderatsmitglieder sollten sich daran erinnern, dass wir ihre Wähler sind, und nicht eine mit Geld wedelnde Projektfirma in Kiel.

Ende August ist die Gründung der "Windpark Bönebüttel GmbH & Co. KG" geplant. An dieser soll die Kieler Projektfirma 30% und die Grundstückseigentümer 70% Anteile erhalten. Die Gelddruckmaschine, die allen Nutzniessern jährlich viele Zehntausend Euro in die Kassen spülen soll, hat allerdings noch einige Hürden zu nehmen. Das Ergebnis der naturschutzfachlichen Voruntersuchung steht noch aus, sofern dieses ergebnisoffen erstellt wurde.
Ausserdem wird die Landesregierung erst Ende des Jahres ihren neuen Entwurf mit Vorranggebieten vorstellen. Dann wird es eine erneute Bürgerbeteiligung dazu geben. Ob der Entwurf dann unverändert bleibt, und einer rechtlichen Prüfung standhält sind weitere Fragen.

Juli 2019: Oberlandesgericht Schleswig stärkt Rechte von Windparkanwohnern
Das OLG kassierte ein Urteil wegen diverser Verfahrensfehler und stellte u.a. folgende Punkte klar:
"Der Störer (Windparkbetreiber) trägt die Darlegungs- und Beweislast für die Unwesentlichkeit der Beeinträchtigung und damit für die Einhaltung der Grenz- und Richtwerte."
"Neben den entsprechenden technischen Gutachten zu den einzelnen Immissionen müsste ggf. – nach Feststellung der Gesamtimmissionen – auch noch ein medizinisches Gutachten zur Frage eingeholt werden, ob die festgestellten Gesamtimmissionen gesundheitliche Beeinträchtigungen bei Menschen hervorrufen können."
Gerichte dürfen sich "neueren technischen und medizinischen Erkenntnissen (z.B. WHO-Empfehlungen) nicht verschliessen". (Die Weltgesundheitsorganisation WHO empfiehlt einen Lärmgrenzwert von 45 Dezibel, während die deutsche "TA-Lärm" 60 Dezibel tagsüber erlaubt).
Gutachter müssen ausreichend lange Messzeiten zugrunde legen, und dürfen keinen Abschlag von 3 Dezibel bei ihren Messungen vornehmen.
Infraschall Belastungen müssen gemessen werden, und es bedarf einer "medizinischen Klärung ob dadurch schädliche Gesundheitsbeeinträchtigungen bei den Betroffenen ausgelöst werden können".
Beaufttragte Gutachter dürfen nicht überweigend für Windkraftbetreiber tätig sein um in zivilrechtlichen Verfahren als objektiv zu gelten.

Falls es überhaupt zu einem Windpark in Bönebüttel kommt, sollte die "Windpark Bönebüttel GmbH & Co. KG" sich diese richterlichen Vorgaben schon einmal sehr genau ansehen!